Zu einem Premium-Automobilhersteller gehört ein Premium-Werkzeugbau. Damit die Porsche Werkzeugbau GmbH Schwarzenberg alle Voraussetzungen dafür erfüllt, wurden in den letzten fünf Jahren 40 Millionen Euro investiert, mit denen der Werkzeugbau nach dem Übergang von KUKA auf allerhöchstem Niveau weiterentwickelt werden sollte. Damit errichteten die Schwarzenberger unter anderem zwei neue Produktionshallen, schafften eine neue 25.000-kN-Servopresse für die seriennahe Einarbeitung der Werkzeuge an und investierten ausserdem in das Retrofit und in neue zerspanende Werkzeugmaschinen – darunter zwei Starrag-HSC-Zentren vom Typ Droop+Rein FOGS 35 68 N40C. Damit einhergingen der Komplettumbau der mechanischen Fertigung und eine Neuordnung der Fertigungsprozesse.
Sämtliche Massnahmen stehen auf einem soliden Fundament. Denn das gesamte Werkzeugbau-Team analysierte zuvor die komplette Prozesskette – von der Entwicklung und Konstruktion über Beschaffung, Fertigung und Einarbeitung der Werkzeuge bis zur Übergabe an das Betreiberpresswerk – inklusive eines Fitnesstests für den Maschinenpark. Ein massgebliches Detailergebnis war die Erkenntnis, dass im Bereich der mechanischen Bearbeitung Verbesserungspotenziale beim Schlichten der Werkzeuge bezüglich der Genauigkeit, Geschwindigkeit und Oberflächenqualität bestehen.
Für die Starrag-Maschinen sprachen neben den technischen Daten noch andere Gründe, wie Werkzeugbauleiter Kramer erklärt: »Wir wollten nicht nur eine Maschine kaufen, wir wollten eine Lösung für unseren Werkzeuganfertigungsprozess. Das ist ein ganz zentraler Ansatz, für den uns Starrag als der geeignete Partner erschien. Bei den Droop+Rein-Spezialisten hatten wir von Anfang an den Eindruck, die hören uns zu, die wollen uns und unser Prozessdenken verstehen und uns mit ihrer Expertise weiterhelfen.«
Nach der Maschineninstallation begann das gemeinsame Feintuning des Workflows, bei dem die Eigenschaften von CAM, Steuerung und Maschine berücksichtigt wurden. Denn um beste Oberflächenqualität zu erreichen, ist eine hohe Genauigkeit auf der Bahn auch bei höchsten Vorschubgeschwindigkeiten erforderlich. Dafür war es wichtig, die Schnittstellen zwischen CAM und NC zu beleuchten sowie deren Funktionalitäten mit Experten des Steuerungsherstellers optimal auf die Prozessanforderungen abzustimmen.
Diese interdisziplinäre Herangehensweise und die Kombination aus ausgeklügelter Antriebsoptimierung in Verbindung mit der bewährten Maschinentechnik der FOGS-Baureihe war äusserst erfolgreich: Es wurde nicht nur eine Class-A-Oberfläche erzielt, sondern auch eine sehr hohe Genauigkeit erreicht – bei höchsten Bahngeschwindigkeiten von bis zu 16 m/min auf der Freiformfläche. Die Prozesse laufen seitdem stabil. Lutz Kramer ist begeistert: »Stabile Prozesse zu erreichen, war insbesondere bei den Umformwerkzeugen für Aluminiumteile langwierig, weil es hier sehr viele Einflussfaktoren gibt. Doch Starrag stand uns so lange zur Seite, bis das gewährleistet war.« Marco Franz ergänzt: »Ich hätte es anfangs nicht geglaubt. Aber Starrag konnte tatsächlich mehr als 90 % unserer Wunschliste umsetzen. Es war also definitiv eine gute Entscheidung, in die neuen Droop+Rein FOGS-Maschinen zu investieren. Wir sind schneller und präziser geworden und erreichen – bauteil- und geometrieabhängig – hervorragende Oberflächengenauigkeiten.«
Ich freue mich von Ihnen zu hören.
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