Im Turbinenbau für die Luftfahrt- und Energiebranche setzen produzierende Unternehmen auf Starrag-Maschinen – weil sie zu den leistungsstärksten und präzisesten Lösungen gehören, die der Markt zu bieten hat. Das gilt nicht nur für die Herstellung von Triebwerksschaufeln und Blisks, sondern ebenso für Turbinengehäuse. Jahrzehntelange Erfahrung ist in die breite Range an Starrag- Werkzeugmaschinen fürs Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen eingeflossen. Und mehr als das: Starrag bietet Lösungen für den gesamten Herstellungsprozess. Eigene, individuell entwickelte Vorrichtungen, Spezialwerkzeuge, Winkelköpfe und Spindeln bis komplett automatisierte Fertigungssysteme sorgen für höchste Produktivität.
Die Gehäuse für Flugzeugtriebwerke, Dampf- und Gasturbinen – auch als Casings bezeichnet – gibt es in Klein und Gross. Sie werden immer komplexer und zunehmend aus schwer zerspanbaren Materialien hergestellt. Dies erfordert zumeist mehrere Bearbeitungstechnologien, idealerweise kombiniert in einer Maschine oder in Flexiblen Fertigungssystemen. Dank des breiten Maschinenangebots kann Starrag sämtliche Anforderungen bedienen.
Einen grossen Bereich der Turbinengehäusebearbeitung deckt die Starrag-STCBaureihe ab, die mit ihren verschiedenen Grössen und Ausführungen Casing- Durchmesser bis 3.300 mm bewältigt. Die Maschinen sind prädestiniert für eine wirtschaftliche 5-Achs-Schwerzerspanung von anspruchsvollen Casings aus Titan und Inconel. Für die Bearbeitung kleinerer Casings kann Starrag die Heckert-X-Baureihe in MT-Ausführung anbieten. Sie erlaubt hochgenaues Drehen und Fräsen auf einer Maschine.
Die fünfachsigen X–Varianten dieser Kompaktbaureihe setzen noch eine Option drauf: Die Stellachse im Dreh-Schwenktisch eignet sich optimal für schräge Bohrungen, wie sie bei Casings häufig gefordert sind. Sind die riesigen Dampf- und Gasturbinengehäuse mit bis zu 12 Meter Durchmesser zu zerspanen, kann Starrag auf entsprechend grosse Droop+Rein-Portal-Bearbeitungszentren zurückgreifen, die bei der Starrag Technology GmbH in Bielefeld hergestellt werden.
Dort entstehen auch die grossen vertikalen Dörries-Drehmaschinen, die ebenfalls für Dampf- und Gasturbinengehäuse eingesetzt werden. Vertikales Drehen und Schleifen ist ausserdem die Spezialität der Berthiez-Maschinen aus dem Starrag-Werk in St. Etienne, Frankreich, die vorwiegend im Flugzeugbau genutzt werden.
Für die Ultra-Präzisionsbearbeitung an Casings, fürs Feinbohren und -fräsen sowie Präzisionsschleifen hat Starrag die SIP-Lehrenbohrwerke – horizontal oder vertikal – im Programm, die in Vuadens in der Schweiz produziert werden. Gleichfalls aus diesem Werk stammen die Bumotec-CNC-Dreh-Fräszentren, die kleine, hochpräzise und komplexe Teile fünfachsig und in Genauigkeiten von wenigen Mikrometern erzeugen. Im Produktionsprozess von Casings werden sie für anzubauende Komponenten wie zum Beispiel Einspritzdüsen genutzt.
Einen wichtigen Part im Bereich Turbinengehäuse erfüllt das englische Tochterunternehmen TTL, das MRO-Aufgaben (Maintenance, Repair and Overhaul) ausführt. Spezialisiert auf das im Turbinenumfeld übliche Siemens NX CAM und als Prozessentwickler fürs adaptive Fräsen ist TTL der geeignete Partner, um Wartungs- und Reparaturaufgaben an Casings zu übernehmen. Nach Auftragsschweissen und anschliessender hochgenauer Fräsbearbeitung sind die teuren Gehäuse wieder fast wie neu.
Schon seit etlichen Jahren entwickelt und schleift Starrag in Rorschacherberg Hartmetallfräser für Flugzeug- und Turbinenkomponeten aus schwerzerspanbaren Materialien wie Titan, Inconel oder hochlegierten Stählen. Das sind in den meisten Fällen Sonderanfertigungen, die auf den jeweiligen Zerspanungsprozess, also auf das Bauteil, die Maschine, den Werkstoff und sonstige Begleitumstände angepasst sind. Sie sorgen für eine beschleunigte Zerspanung und weisen längere Standzeiten auf als Standardwerkzeuge – ein wichtiger Beitrag zu einem stabilen, wiederholbaren Prozess.
Als eine wesentliche Herausforderung bei der Gehäusebearbeitung nennt Zerspanungsexperte Struebel die erforderlichen Bohrungen, "vor allem die innen liegenden. Dafür entwickeln wir spezielle einwechselbare Winkelköpfe, die auch den meist beengten Platzverhältnissen genügen müssen." Das erfordert viel Erfahrung – ebenso das Tieflochbohren mit sehr kleinen Durchmessern in Titan oder Inconel. Überhaupt sind bei den Bohrungen enge Toleranzen einzuhalten, damit Anbauteile – zum Beispiel Schaufeln – exakt montiert werden können.
Ich freue mich von Ihnen zu hören.
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