Energy

Grosses für die Energiewende

Dänemark ist vorbildlich in Sachen Windkraft: Das Land deckt seinen Energiebedarf mittlerweile zu 40 % mit Strom aus Windkraftanlagen. Davon profitieren seit Jahren auch dänische Spezialfirmen wie das Familienunternehmen HACO A/S aus Jütland, das wegen des Trends zu grösseren Windkraftanlagen zusätzlich zu seinen fünf Karusselldrehmaschinen bei Starrag zwei gigantische Droop+Rein-Portalmaschinen bestellte.

Dänischer Starrag- Stammkunde ordert zwei Droop+Rein- Portalmaschinen

»Ja, etwas mulmig ist mir bei dieser Grossinvestition schon, denn sie sprengt alle bisher gewohnten Dimensionen«, gibt HACO-Geschäftsführer Henning Albrechtsen zu. Er steht mit Dipl.-Ing. Hubert Erz, dem Senior Consultant Sales Renewables der Schweizer Starrag Group, in Bielefeld in der Werkshalle, um sich den Fortschritt beim Bau der nächsten zwei Werkzeugmaschinen anzusehen. HACO ist Starrag-Stammkunde, denn der dänische Job-Shop besitzt bereits fünf Dörries-Karusselldrehmaschinen, mit denen das Unternehmen vor allem dank der Windkraftindustrie zum führenden Lohnfertiger für sehr grosse, relativ flache und runde Bauteile aufstieg.

Komplettbearbeitung in einer neuen Dimension

Im Aufbau befindet sich bereits die Gantry-Portalfräsmaschine, die im Zusammenspiel von 100-kW-Fräskopf mit 2 × 111-kW-Master-Slave-Hauptantrieb das kraftvolle Drehen, Fräsen und Bohren selbst von sehr grossen Bauteilen aus hochfesten geschweissten Stahl- und Gusskonstruktionen ermöglicht. Zwischen den Ständern bietet die Maschine einen Abstand von 12.600 mm, die Gantry-Achse verfährt über 14.000 mm und der RAM erlaubt einen maximalen Hub von 3.500 mm.

Die Dimensionen beeindrucken Albrechtsen und seine Mitarbeiter Christian Hermansen und Tage Friis merklich bei der Besichtigung von Maschine Nr. 1, die bei einer Höhe von 14 Metern fast die Hallendecke in Bielefeld berührt. Im Endausbau wird der Neuling rund 500 Tonnen wiegen, so viel wie 50 Elefantenbullen. Doch neu sind nicht nur Grösse und Maschinentyp, sondern auch der Einsatzort. Schon seit Jahren arbeitet HACO eng zusammen mit Valmont SM A/S, einem der weltweit führenden Anbieter von Stahlkomponenten für die Windkraftindustrie. Er lieferte bisher geschweisste Rohteile, die aus dem 100 Kilometer südlich entfernten Rødekro per Schwerlasttransport an das HACO-Werk in Barrit zur mechanischen Endbearbeitung gingen. Ortstermin: Den Stand der Ausbaudinge erkundeten in Bielefeld Dipl.-Ing. Hubert Erz, Senior Consultant Sales Renewables der Schweizer Starrag Group, und HACOGeschäftsführer Henning Albrechtsen zusammen mit Mitarbeitern von HACO und Starrag (schwarze T-Shirts