Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
die Anforderungen an moderne Fertigungslösungen könnten kaum komplexer sein. Gefragt sind höchste Präzision und Produktivität, zugleich aber auch Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und ein möglichst effizienter Einsatz von Ressourcen. Entscheidend ist deshalb, für jede Aufgabe die technisch passende Lösung zu entwickeln. Wie unterschiedlich diese Lösungen aussehen können, veranschaulichen zwei Neuheiten in dieser Ausgabe. Die Bumotec 171 erlaubt auf nur drei Quadratmetern Komplettbearbeitung für Medizintechnik, Uhren- und Luxusgüterindustrie sowie Mikromechanik. In einer vollkommen anderen Größenordnung bewegt sich die Heckert X90: Sie bearbeitet Werkstücke bis 2.000 Kilogramm Belademasse und 1.600 Millimeter Durchmesser. Noch größer werden die Dimensionen bei der XXL-Bearbeitung. Starrag-Lösungen fertigen beispielsweise neun Meter große Windkraftkomponenten mit einer Genauigkeit von ± 0,1 Millimetern oder Umlenkscheiben für Seilbahnen mit Präzision im Mikrometerbereich. Größe und Präzision schließen sich nicht aus.
Dass Produktivität mittlerweile weit über die einzelne Werkzeugmaschine hinausgeht, belegt das Beispiel SAMSON. Beim Umzug von Frankfurt nach Offenbach erneuert der Ventil- und Prozesstechnik-Spezialist rund 40 % seines Maschinenparks. Starrag hat dort zwei Heckert-Bearbeitungszentren mit Automation und Leitsystemen verbunden. Das Ergebnis: nahezu keine Rüstkosten und rund 30 % mehr Kapazität. Auch im eigenen Unternehmen setzen wir auf unsere Technologien. TTL entwickelt im britischen Haddenham Software sowie adaptive Bearbeitungsprozesse und gehört seit mehr als 15 Jahren zur Starrag-Gruppe. Als Entwicklungs- und Testplattform erhält TTL mit der Heckert X50 aus dem Mutterkonzern sein sechstes Bearbeitungszentrum. Technische und wirtschaftliche Lösungen müssen nicht immer mit einer neuen Maschine beginnen. NEUMAN & ESSER entschied sich für das Retrofit einer 26 Jahre alten Dörries Vertikaldrehmaschine. Neue Antriebe, Elektrik und Steuerung machen die vorhandene mechanische Substanz fit für weitere Einsatzjahre. Ein anderes Beispiel sind zwei 16 Meter lange Droop+Rein-FOGS-Portalfräsmaschinen eines US-Herstellers von Aerospace- und Verteidigungskomponenten, die Starrag ebenfalls modernisierte. Welche Bandbreite unser Engineering inzwischen abdeckt, wurde zudem bei den Aerospace & Turbine Technology Days in Rorschacherberg deutlich. Rund 250 Gäste, darunter 170 Kunden aus 24 Nationen, informierten sich im Juni über Lösungen für die Luft- und Raumfahrt sowie die Energiebranche – von der automatisierten Präzisionsbearbeitung kleinster Bauteile bis zu Fertigungslösungen für große Flugzeugstrukturen und Triebwerksteile. Für mich zeigen diese Beispiele, wofür moderner Maschinenbau heute steht: für Engineering, das nicht bei der Technologie startet, sondern beim konkreten Mehrwert für unsere Kunden. Im Fokus sind Lösungen, die Präzision, Produktivität und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammenführen.
Ihr Martin Buyle
CEO, Starrag Division
Ich freue mich von Ihnen zu hören.
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